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Elsass Aktuell 2013
15. bis 18.02.2013 Weinmesse Strassburg 2013
elsass karte Detail und oberrhein

Grafik: Cornelia Klem

Kultur-Reiseangebot

Elsass Reise mit
Kulturkost vom Feinsten
Literaturreise ins Elsass

Süd-Elsass: entlang der Weinstrasse
"Reise entlang der elsässischen Weinstrasse"

Nord-Elsass: auf den Spuren von Goethe
"Reise auf den Spuren des jungen Goethe in Strassburg"


Nordelsass-Führer von Stefan Woltersdorff:


Das Land der Weihnachtsgeheimnisse

Region: Nord-Elsaß

Wichtigste Städte: Wissembourg, Haguenau, Brumath, Soufflenheim, Betschdorf, Niederbronn les Bains, Nieder- und Obersteinbach, Lembach, Seltz

Das Land von Hans Trapp - mit dem herrlichen Wald von Haguenau. Eine hügelige Region mit reizvollen Dörfern und traditionellen Häusern mit dunklem Fachwerk und blendend weiß getünchten Fassaden. An Weihnachten werden die Fenster mit grünem Blätterwerk und Tannenzweigen geschmückt. Das Land der Weihnachtsgeheimnisse zählt viele Kunsthandwerker und Dörfer mit Töpfereien, wie Soufflenheim (lackiertes Steingut) und Betschdorf (Salzsandsteingut). Ein Land mit Überresten aus einer zurückliegenden, glorreichen Vergangenheit (Haguenau) und Zeugen der jüngeren Geschichte (z. B. die Maginot-Linie in Lembach), aber auch mit beeindruckenden Ruinen der Burgen, die mit den bekanntesten elsässischen Sagen zusammenhängen, wie die der "Géants" - der Riesen - bei Fleckenstein.

Wussten Sie schon, dass... ?

...der elsässische Knecht Ruprecht Hans Trapp heißt und in der Gegend von Wissembourg gelebt hat, wo er noch heute alljährlich zusammen mit dem Christkindel durch die Stadt zieht?

Während in Deutschland der Heilige Nikolaus am 6. Dezember von Knecht Ruprecht begleitet wird, gesellt sich in diesem Teil des Elsaß zum Christkindl der düstere Geselle Hans Trapp. Schwarz gekleidet poltert er mit seinen Stiefeln und läßt schwere Ketten klirren.

In den Vogesen ist er unter dem Namen Mullewitz bekannt, und in der Gegend von Haguenau und Molsheim nennt man ihn Ruppelz. Es ist anzunehmen, daß dieser Name Rupprecht entspricht, was im Mittelalter mit dem Namen des Teufels in Verbindung gebracht wird.

Hans Trapp jedoch hat nach einer Legende im heutigen "Land der Weihnachtsmärchen" wirklich sein Unwesen getrieben. Angeblich soll im 15. Jahrhundert ein boshafter Mann namens Hans de Dratt 20 kleine Dörfer um die nordelsässische Gemeinde Wissembourg in Angst und Schrecken versetzt und sich des Schlosses Saint-Remy bemächtigt haben. Er soll beim Pfalzgrafen Friedrich der siegreiche Hofmarschall gewesen sein - und von diesem Schloß Bärbelstein - das heute noch existiert - als Lehnsgut erhalten haben. Von hier aus soll er das ganze Land geplündert haben. Es wird geschrieben, er habe der Bevölkerung untersagt, Holz aus dem Wald zu holen, ihre Früchte auf dem Markt zu verkaufen, ja er habe sogar den Lauf des Flüßchens Lauter blockiert, um die Mühlen zu stoppen. Er soll im Jahre 1514 gestorben sein, doch bis heute ist er der Schrecken der Kinder geblieben.

Am 17. Dezember kommt das Christkindel in Begleitung von Hans Trapp, Wichtelmännchen und Räubern, sowie einer Reitertruppe in Wissembourg an. Danach gibt es einen Umzug durch die Stadt, der den Höhepunkt der Adventsveranstaltungen in der nordelsässischen Stadt darstellt. Aber Hans Trapp ist in Wissembourg nie willkommen, und um ihn gemeinsam in seiner Burg zurückzujagen, wird am Jahresende eine große Volkswanderung in der Umgebung mit einem Führer ausgerichtet.

...im Humanistischen Museum von Séléstat die älteste schriftliche Aufzeichnung über den Brauch des Weihnachtsbaumes zu finden ist?

In einer Schrift von 1521 ist in der Humanistischen Bibliothek von Séléstat der erste Handel mit Weihnachtsbäumen dokumentiert. Der erste Weihnachtsbaum der Geschichte soll sich im Zunfthaus der Stadt befunden haben - mitten im Herzen des Elsaß, im heutigen "Land der Weihnachtsbäume". Im Laufe der Jahre wurde er nicht nur mit Äpfeln und Hostien, sondern auch mit Weihnachtsplätzchen behängt. Die erste Zeichnung eines Weihnachtsbaumes zeigt den Baum an der Decke hängend, mit einem Apfel am unteren Stammende (1806, Benjamin Zix, Straßburg). An den Ursprung des Weihnachtsbaumes erinnern die Dekoration und zahlreiche Veransstaltungen im "Land der Weihnachtsbäume".

...der Dezember der sechststärkste Monat für den Fremdenverkehr im Elsass geworden ist?

Straßburg hat 1992 begonnen, die Adventszeit als "Capitale de Noel" (Weihnachtshaupstadt Straßburg) zu promoten, und zwar mit großem Erfolg. Damals gab es im großen und ganzen nur zwei Weihnachtsmärkte im Elsass, den fünfhundert Jahre alten Straßburger Christkindelsmarkt und den Weihnachtsmarkt in Kaysersberg, der in den 80er Jahren wiedereingeführt worden war.

Nachdem das typisch elsässische Weihnachten lange Zeit in Vergessenheit geraten war, und nur noch in den Familien beheimatet war, hat man viele Bräuche in den 90er Jahren wiederentdeckt. Insbesondere auch deshalb, weil die elsässische Adventszeit (die der deutschen in vielem ähnlich ist) für Franzosen geradezu exotisch ist (im restlichen Frankreich sind beispielsweise Adventskranz und Weihnachtsplätzchen, auf Elsässisch: Bredele, unbekannt).

1997 hat man begonnen, die Adventszeit im Elsass in Form von sieben Weihnachtsländern national und international zu bewerben. Die Weihnachtsländer wurden aufgrund von bestehenden Mythen, Legenden ( z.B. Hans Trapp in Wissembourg), Veranstaltungen, oder historischen Tatsachen (zum Beispiel die älteste Aufzeichnung über den Brauch von Weihnachtsbäumen in der humanistischen Bibliothek von Sélestat) geschaffen. Jedes Weihnachtsland hat ein Motto (im Land der Weihnachtslichter findet man zum Beispiel außergewöhnlichen Lichterschmuck, im Land der Weihnachtslieder sind viele Chöre und Konzerte zu finden, usw.).

Heute gibt es jedes Jahr um die 50 Weihnachtsmärkte und viele andere Veranstaltungen. Alle Veranstaltungen werden auf regionaler Ebene von den Fremdenverkehrsverbänden koordiniert. Es wurden Qualitätsstandards geschaffen, damit die Dekorationen und Veranstaltungen authentisch bleiben.

Inzwischen gilt das Elsass als DIE Weihnachtsregion in Frankreich. Die Weihnachtsmärkte sind sozusagen ein Exportschlager, denn immer mehr innerfranzösische Städte organisieren Weihnachtsmärkte nach elsässischem Vorbild.


...der Straßburger Weihnachtsmarkt schon 500 Jahre alt ist?

Der Protestantismus kämpfte insbesondere in Straßburg gegen die Figur des Hl. Nikolaus. Johannes Flinner gelang es 1570 nach einer bemerkenswerten Rede, den Zeitpunkt der Bescherung vom Nikolaustag auf Weihnachten, also den 24. Dezember, zu verschieben. Gleichzeitig wurde in Straßburg der St. Klausenmarkt durch den Christkindelsmarkt ersetzt, der bis heute alljährlich den Advent belebt. Der Straßburger Weihnachtsmarkt wurde 1998 von schätzungsweise 1,8 Millionen Menschen besucht. Aufgrund der Probleme, die sich aus diesem Ansturm ergaben, will die neue Stadtverwaltung den Weihnachtsmarkt künftig nicht mehr so intensiv fördern. Statt dessen empfiehlt es sich, die Weihnachtsmärkte in den anderen Städten und Dörfern zu besuchen, die noch unbekannter, aber dafür um so stimmungsvoller sind (zum Beispiel in Colmar, Riquewihr, Münster, Ribeauvillé, Mulhouse, und vielen anderen Orten).

...die Weihnachtskugeln aus dem Vogesenstädtchen Meisenthal stammen?

Einer Legende nach sollen die Glasbläser des Vogesen-Dörfchens Meisenthal in einem Jahr der Not um 1850 die Idee gehabt haben, anstelle der Äpfel den Baum mit selbstgeblasenen Glaskugeln zu schmücken. Der Brauch setzte sich im ganzen Elsaß durch. Und als nach dem Krieg von 1870 viele Elsässer emigrierten, nahmen sie ihren Brauch in andere Regionen Frankreichs und nach Deutschland, in die Schweiz, die Tschechoslowakei, Skandinavien, England und Amerika mit.

Wissembourg

...das elsässische Freilichtmuseum "Ecomusée" die Advents- und Weihnachtszeit wie anno dazumal feiert?

Knarrend zieht ein Ochsengespann am Eindachhof vorbei, in der Ferne tönt eine Glocke. Der Wind trägt einen würzigen Duft von frisch gebackenen Weihnachtsplätzchen über das Dorf. Der Töpfer räumt frisch gebrannte Kougelhupf und Bäckeoffe-Formen aus dem Brennofen. In der gemütlichen Stube eines anderen Fachwerkhauses spielt ein alter Mann französische, deutsche und elsässische Melodien auf dem Akkordeon. Hinter einem kleinen Stallfenster verbergen sich Maria, Joseph, die darauf achten, daß der Esel nicht zu nahe an die Krippe mit dem Christuskind kommt.

So feiert man im Ecomusée im Süd-Elsass die Adventszeit. Das historische Museum zwischen Bollwiller und Pulversheim ist ein komplettes Dorf auf 20 Hektar mit 70 Fachwerkhäusern, einer Kapelle, einem Friedhof, verschiedenen Handwerksbetrieben, Feldern, Gaststuben, einem überdachten Karussell, Gärten und Feldern und vielem mehr.

Das Museum hat es sich zu Aufgabe gemacht, nicht nur alte Traditionen und Techniken zu konservieren, sondern auch die historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Region nachzuvollziehen und aufzuzeigen.

Diesem Leitbild folgend bietet das Ecomusée neben traditionellem Weihnachtsschmuck eine Reihe von Advents- und Weihnachtsveranstaltungen, bei denen die alten Bräuche wiederbelebt werden: Marionettentheater über das Unglück des Hans Trapp mit anschließender Bescherung der Kinder, Erzählungen, Abendessen mit Vorstellung und Erscheinen der wichtigsten Weihnachtsfiguren, Weihnachtsfeiern nach altem Brauch in der gemütlichen Stube, Backen der typisch elsässischen Weihnachtsspezialitäten ("Schnacke", "Manala" und die leckeren "Berawecka"), Workshop Weihnachtsdekoration, Ausstellungen über die Herkunft und Entwicklung des Weihnachtsfestes, usw.

...Gertwiller das Lebkuchendorf des Elsass ist und es dort ein Lebkuchendorf gibt ?

Mit seinen schmucken Fachwerkhäusern und dem himmelwärts strebenden Münster ist Strasbourg eine Stadt, deren 2000jährige Geschichte noch heute erlebbar ist. Als Sitz des Europarates und des Europäischen Parlamentes sieht sich die Elsaß-Metropole als „Europa-Hauptstadt" und vergleicht sich gerne mit Genf und New York, die ebenfalls internationale Organisationen beherbergen, ohne selbst Hauptstädte zu sein.

...die Elsässer einen anderen Hl. Nikolaus verehren als in Deutschland?

Der elsässische Heilige hat in einem lothringischen Dorf gelebt, im Unterschied zum in Deutschland vereehrten Nikolaus, der aus der heutigen Türkei stammt.

...der zweite Weihnachtsfeiertag nur im Elsaß ein gesetzlicher Feiertag ist?

Im restlichen Frankreich wird an diesem Tag gearbeitet!


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