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TIPP: Mit dem Oberrheinischen Museumspaß können 170 Museen auf beiden Seiten des Oberrheins mit nur einer "Eintrittskarte" besucht werden. Elsässische Gastfreundschaft entlang der Weinstrasse Wer die typischen elsässischen Dörfer entlang der Weinstrasse kennt, kommt immer wieder in diese schöne Gegend. Nicht nur guter Wein und hervorragende Küche auch die freundliche Gastfreundschaft in den "Auberges" laden ein zum Verweilen. Die Weinstrasse schlängelt sich durch ein hügeliges Gebiet, das zum Radwandern geradezu ideal ist. Wunderschöne Routen lassen sich auswählen in Verbindung z.B. mit Weinproben in den Kellern der zahlreichen elsässischen Winzern.
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Lernen zu spielen, spielen um zu lernen |
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Museum Oberlin, |
Musée Oberlin |
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Das Motto „Lernen zu spielen, spielen um zu lernen“ wird im neu eröffneten Oberlin-Museum im elsässischen Bruch-Tal umgesetzt.
von Thierry Schauer
Endlich ein Museum so richtig zum Anfassen. In Waldersbach bei Schirmeck in den Vogesen, im Vallée de la Haute-Bruche, im Tal der oberen Bruche, ist vor allem, aber nicht nur, für Kinder eine Gelegenheit, auf nicht alltägliche und unerwartete Weise die Welt zu entdecken. Denn im neu gestalteten, kürzlich offiziell eingeweihten Oberlin-Museum wird Neugierde nicht nur theoretisch groß geschrieben, nein, naseweis sein ist hier ein praktisches Muss. Berühren, tasten, fühlen und riechen, nachmachen und mitmachen sind in den vier Gebäuden auf den 1.500 qm an jeder Ecke gefragt. Johann Friedrich Oberlin hat sich das im Prinzip schon vor etwas mehr als zweihundert Jahren so gedacht. "Lernen zu spielen, spielen um zu lernen", war dem Pastor und Pädagogen eine Maxime, die schon von Kindesbeinen an Schule machen sollte.
Große und kleine Augen und Finger dürfen auf Entdeckungsreise gehen
So auch im Museum. Die drei Etagen des alten Pfarrhauses sind ganz Oberlin, voll des Suchens und Findens - nur wenig zeigt sich spontan. Da gilt es Klappen beiseite schieben, Schubladen herausziehen und Schränke öffnen, Silhouetten zeichnen, von der einen oder anderen Seite gucken, die Hand hineinstrecken, an irgend etwas herummachen, bevor sich das Wesen der Dinge offenbart. Hier kommt keine akademische Langeweile auf. Und wer auf dem Parcours zu Person, Leben und Wirken von Johann Friedrich Oberlin durch die vom hellen Holz lichten Räume schlendert, begegnet nie und nimmer musealem Muff. Und so, wie Johann Friedrich Oberlin als Jean-Frédéric Oberlin fließend deutsch und französisch sprach und schrieb, ist auch heute alles im Haus zweisprachig. Oberlin war und ist beispielhaft grenzenlos und überraschend zeitlos.
Die Welt, die Natur, die Schöpfung mit den Sinnen erfahren und mit dem Kopf verstehen, war ihm Vorstellung und Wille, Botschaft und Motto.
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von Thierry Schauer
Pastor Oberlin überzeugte die Bauern, neue, bessere Kartoffelsorten anzupflanzen, Brücken und Straßen zu bauen, er brachte den Webstuhl in die Stuben, richtete Bibliotheken ein und vieles mehr und er gab der "Strickschul" pädagogischen Schliff. Und also ward in Waldersbach im Elsass, im kargen Einerlei eines kleinen Dorfs in den Vogesen, die Utopie vom besseren Leben und der Kindergarten geboren.
Das Museum bietet sich mit dem angegliederten "Haus der Kinder" sowie einem Obst- und Gemüsegarten in Verbindung mit breit gefächerten Möglichkeiten, an einem Workshop teilzunehmen, besonders für Tagesaufenthalte von Kindergarten- oder Schulklassen an.
INFOS:
Musée Oberlin
25 Montée Oberlin
67130 Waldersbach
Tel. 00 49 / 3 88 / 97 30 27
Fax 00 49 / 3 88 / 97 32 21
Email: oberlin@musee-oberlin.com
Homepage: www.musee-oberlin.com
Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag
von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr geöffnet,
Samstag, Sonntag und Feiertage
von 14 bis 18 Uhr.
Eintritt 4 Euro,
unter 18 Jahren und Studenten bis 25 Jahren 3 Euro,
Führungen in Deutsch ab 8 Personen zu je 1,50 Euro.
Besucher-Tipp: Fahren Sie mit dem Zug auf der einzigen Regionalzuglinie (TER), die die Vogesen durchquert, ähnlich wie die berühmte Schwarzwaldbahn, von Straßburg nach Fouday. Von der Kirche, auf dessen Friedhof Johann Friedrich Oberlin begraben ist, führt ein ausgeschilderter Fußweg (Sentier Oberlin) in 30-45 Minuten nach Waldersbach und das Oberlin-Museum. Zuginfos auf der Homepage der franz. Eisenbahnen, www.sncf.fr
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