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Traditionelles Kunsthandwerk im Elsass

Elsässische Töpferei und Keramik

Gebrauchsware und Dekoration

Die elsässische Töpferei konzentriert sich heute auf zwei Dörfer, die am Rande des Haguenauer Forstes liegen. Nicht ohne Grund – gerade hier finden die Töpfer die lehmhaltige Erde.

Einst waren es deutsche Töpfer aus dem rheinischen Siegburg, die im Jahre 1717 das erste Betschdorfer Steinzeug herstellten Diese Töpferware hebt sich hervor durch ihre dominante graue Farbe sowie durch hervorstechende kobaltblaue Motive. Die Technik wurde bereits im 15. Jahrhundert im Westerwald nahe Koblenz ausgeführt. Die Tonware wird bei 1250°C gebrannt, wobei die Glasur durch die Beigabe von Salz während des Brennvorgangs entsteht. Das verdampfte Natrium verbindet sich zu Silizium und überzieht wie eine Kruste den gebrannten Ton, der dadurch eine feine transparente Glasur erhält. Diese Salzglasur dichtet die Tonware ab, damit in dieser auch Flüssigkeiten aufbewahrt werden können. Die kobaltblauen Muster werden bereits vor dem Brand mit Pinzette oder Stilette aufgemalt.

Tipp für Besucher:

Töpfermuseum in Betschdorf:
interessante Keramikausstellung mit einer Kollektion vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Les ateliers de Gérard Burger,
15 Grand Rue à Betschdorf
Tel.: + 33 3 88 54 42 58.

Schon Kaiser Friedrich Barberossa wurde im 12. Jahrhundert von Soufflenheimer Töpfern mit Krippefiguren aus Ton beschenkt, denn er erteilte das Recht, aus dem Haguenauer Forst den notwendigen Lehm zu holen. Doch die Handwerkstradition der Soufflenheimer Töpfer reicht weit bis in die Bronzezeit zurück. Nach der Bearbeitung des Lehms wird dieser auf einer Drehscheibe geformt und danach mehrere Tage lang getrocknet. Die Herstellung des vielfarbigen Dekors erfolgt in mehreren Etappen. Durch das Eintauchen in die Engobe entsteht die Grundfarbe. Danach wird das Dekor aufgetragen, wobei man sehr oft Motive wie Margeritten, Hühner, Vögel und Fische vorfindet. Anschließend wird die Tonware mit einer bleifreien Glasur überzogen. Nach jeder Etappe wird die Keramik getrocknet, bis sie dann bei 980°C gebrannt wird.

Sehenswerte Ateliers:

Töpferei Ignace Friedelmann,
die älteste Töpferei in Soufflenheim
3 rue de Haguenau
Tel.: + 33 3 88 86 61 21.

Töpferei Jean-Louis Ernenwein-Hass
in Soufflenheim
55 Grand Rue
Tel.: + 33 3 88 86 60 15.

Töpferei Art Ernenwein in Marmoutier Claude Ernenwein, für die Tradition von Springerle- oder Anismuschelformen fort. Anhand der Originalarbeit für ein Manuskript für Herrade von Landsberg hat er eine Tonserie zu Ehren der Kunst im Mittelalter herausgegeben.
78 Rue du Général Leclerc
Tel.: + 33 3 88 70 60 14

Ostern in den Töpferdörfern des Elsass: Soufflenheim und Betschdorf

Die bekanntesten Töpferdörfer im Elsass – Soufflenheim und Betschdorf liegen im Norden des Elass in der Nähe von Haguenau und dem Naturpark Nordvogesen. Die Dörfer bereiten sich schon Wochen vorher auf die Osterzeit vor. In den mit Frühlingsblumen und Keramikschalen- und trögen geschmückten Dörfern treffen sich unzählige Touristen, um die alte, traditionelle Handwerkskunst zu besichtigen.

Seit Menschengedenken wurden aus Erde Gefäße gefertigt, weniger als Kunstgegenstände sondern vielmehr um Nahrungsmittel aufzubewahren und zuzubereiten. So kennt man noch heute den „Milichhafe“, die „Terrine“, in der der Elsasser so gerne seinen „Baeckeoffe“ backt, die „Koejelhopfform“ oder die „Oschterhaseform“. Doch mit der Zeit wurden die Formen immer ausgefeilter und auch die aufgemalten Motive immer phantasievoller – oftmals entsprachen sie einer bestimmten Familientradition.

In Soufflenheim, das wahr-scheinlich bereits im 8. Jahrhundert gegründet wurde, sprach man im Jahre 1147 von den ersten Töpfern. Diese erhielten von Kaiser Friedrich Barbarossa die Erlaubnis, im Haguenauer Forst Lehm für ihre Arbeit zu holen. In einer Legende heißt es, ein Töpfer rettete den Kaiser vor einer Wildsau, die ihn im Wald angriff, woraufhin Barbarossa sich erkenntlich zeigte. Zählte man Anfang des 20. Jahrhundert noch 60 Töpfereiwerkstätten in Soufflenheim, so sind es heute noch 15 Töpfer, die das traditionelle Handwerk ausüben und ihre Dekorations- und Gebrauchskeramik anbieten.

Viele Werkstätten in Soufflenheim können besichtigt werden und den Töpfern und Malerinnen über die Schulter geschaut werden.


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